Ich kann Achterbahnfahrten auf Jahrmärkten nicht leiden. Mir wird schlecht, ich habe Angst und muss mich danach übergeben. Im echten Leben mag ich auch nicht Achterbahn fahren. Meinem Selbstwert ist das mitunter total egal. Es gibt manchmal Tage, da fährt dieser Achterbahn mit mir. Den interessiert es herzlich wenig, ob ich gut bin oder nicht. Das nervt mich.

Nachdem ich mit vielen anderen Menschen über deren Erfahrung gesprochen habe, war mir klar: ES GEHT VIELEN MENSCHEN SO, ABER KEINER SPRICHT SO GERNE LAUT DARÜBER. Grund genug, diesen Blog dem Thema Selbstwert zu widmen und wie du mit diesen Tagen umgehen kannst.

 

 

1. Hinter dem Selbstwert steckt mindestens ein Glaubenssatz

Jahrelang habe ich meine Themen mit mir selbst ausgemacht. Ich bin seit 8 Jahren Unternehmerin, seit 18 Jahren Unternehmensberaterin, Trainerin, Coach, Autorin, Hochschuldozentin und kenne das Thema Selbstwert rauf und runter. Dabei bin ich sehr gut und erfolgreich, in dem was ich tue.

Meinem Selbstwert ist das an manchen Tagen immer noch egal. Gott sein Dank sind diese Tage mittlerweile sehr selten geworden. Er tut dann so, als ob ich die letzte Pfeife im Universum wäre.  Mein Kopf weiß glasklar, dass das absoluter Blödsinn ist. Mein Selbstwert interessiert das nicht und übersteuert meinen Kopf. Und all diese (scheinbar?) erfolgreichen Menschen um mich herum machen es schlimmer.

Kennst du das Gefühl? Deine Gedanken bestimmen in solchen Momenten dein Ergebnis. Letztendlich steckt mindestens ein Glaubenssatz hinter deinem Selbstwert. Hier eine klitzekleine Auswahl typischer negativer Glaubenssätze:

  1. Ich bin nicht gut genug
  2. Das kann ich nicht
  3. Dazu weiß ich noch zu wenig
  4. Ich bin nicht erfolgreich oder kann es nicht sein
  5. Ich fühle mich wertlos
  6. Mir darf es nicht gut gehen
  7. Mir fehlt noch die Kompetenz

… das kann noch ewig so weiter gehen.

Glaube mir, ich kann ganze Arien davon singen. Ich kam mir jahrelang wie Thomas Alva Edison des Selbstwerts vor. Nur habe ich nicht nach Glühbirnen geforscht, sondern nach Wegen, den hartnäckige Kritiker in mir zum Schweigen zu bringen. Auf dieser Suche habe ich mehr Wege gefunden, die nicht funktionieren als Wege, die funktionieren.

Im Laufe der Zeit habe ich meine eigenen Methoden entwickelt und mir selbst geholfen. Und du wirst es nicht glauben: es funktioniert! Nicht nur bei mir, sondern auch bei vielen Teilnehmern bei meinen Kursen. Wenn du etwas bei dir verändern willst, fange ZUERST bei deinen Glaubenssätzen an. Die stehen dem Selbstwert immer im Weg.

 

3. Du darfst dich auch mal mies fühlen

Hey, wir sind Menschen! Wir sind nicht perfekt und das ist auch nicht unser Auftrag im Leben! Gib dein Bestes und erwarte nicht von dir, dass du JEDEN Tag erfolgreich bist. Aber wenn du genauso tickst wie ich, kann ich eines genau sagen: Es gibt einfach Schluck-die-Kröte-Tage und Ich-bin-Held-von-Welt-Tage. Manchmal ist der Selbstwert hoch und manchmal liegt er etwas niedriger. Die Frage ist einfach, welchen Tagen du auf Dauer mehr Bedeutung und Gewichtung gibst. Das ist alles, worum es sich dreht.

Das entscheidet, ob du auf Dauer auf oder unter deinem Bett liegst! Es ist deine Verantwortung. Die kann dir auch niemand abnehmen. Auch die Wetterfee im Fernseher hat nicht nur Sonnentage für dich zu vermelden. Also, wenn etwas schief läuft: Entspanne dich, drücke deine Familie, koche dir eine schönen Tasse, iß Schokolade oder Popcorn, hole dir ein Glas Wein, mach Sport oder back Plätzchen.

Gehe in den Wald und schreie rum (das funktioniert übrigens super, man sollte wie in meinem Fall dann nicht seinen Hund dabei haben, der einen dann anschaut, als ob man nicht mehr alle Tassen im Schrank hätte..). Tue das, was DIR gut tut. Danach sieht die Welt wieder besser aus.

 

3. Manchmal gewinnst du und manchmal verlierst du

Erwarte nicht, dass dich alle Menschen, Kollegen und Kunden lieben und toll finden. Das habe ich in letzten 25 Jahren gelernt. Ich arbeite seit 15 Jahren z.B. als Referentin für die Haufe Akademie. Das klingt toll… oder? Ich habe dort jedes Jahr im Schnitt 12 Veranstaltungen. Das klingt auch … toll… oder?

Allerdings werde ich auch noch nach 15 Jahren bei jeder Veranstaltung in sieben Kategorien durch die Teilnehmer bewertet. Bei meinen Teilnehmerzahlen erhalte ich pro Seminar knapp 100 Bewertungen über meine Leistung. Und wenn ich bei einigen Bewertungen im Schulnotensystem die Note 3 (= befriedigend) habe, ruft der Produktmanager bei mir an und fragt, was los war.

Glaube mir, ich will keinen Anruf mehr vom Produktmanager haben, denn das kam schon einmal vor. Das hat meinen Selbstwert in den Keller verfrachtet. Deshalb reiße ich mir immer für die Teilnehmer ein Bein aus und gebe jedes Mal die beste Leistung ab, die ich in diesem Moment abgeben kann. Mit diesem Mindset gehe ich an jedes Training, jedes Coaching und jede Beratung. Ich will, dass es toll für meine Kunden ist und gebe mein Bestes.

Wenn es dann nicht klappt, bin ich deshalb kein schlechter Mensch oder unfähiger Mensch. Aber gerade an diesen Tagen kommt dann mein Selbstwert daher und meint, noch eine extra Schippe an Mieserpetertum aufstocken zu müssen.

Wenn du solche Tage kennst: Hol dir Taschentücher, lass dich knuddeln oder hacke Holz und am nächsten Morgen sieht die Welt anders aus. Wichtig ist, dass du dein Bestes gegeben hast. Und wenn es einmal nicht reicht, gibt es keinen Grund an sich zu zweifeln.

 

4. Überprüfe öfter, wie es dir geht

Dein innerer Kritiker sorgt in der Regel dafür, dass du dich nicht allzu wohl fühlst und findet genügend Wege, an deinem Selbstwert zu kratzen. Ich habe meinen inneren Kritikern Namen verpasst.

Einer heißt z.B. El Chapo (der Kurze). Wenn El Chapo wieder im Kritikeinsatz ist (und ich meine mit hier nicht Selbstreflexion, sondern die deutlich übertriebene Variante dessen) muss ich mittlerweile über mich schmunzeln und nehme seine Aussagen selten ernst. Das hat mein Leben deutlich vereinfacht.

Woran merkst du, dass dein Kritiker im Einsatz ist und dich „zutextet“? Meistens merkst du es an deinen Gefühlen.

Deshalb sind deine Gefühle der Gradmesser deiner Gedanken. So einfach ist das. Wenn du also deinen Gefühlen mehr Aufmerksamkeit schenkst, bekommst du ziemlich schnell mit, worauf du deine Gedanken gerichtet hast. Auf die positiven Ereignisse oder auf die negativen Ereignisse?

Wenn du das testen oder verbessern möchtest, kannst wie folgt vorgehen: Lege dir morgens 5 Euromünzen in die linke Jacken- oder Hosentasche. Jedes Mal, wenn etwas Positives an diesem Tag passiert, nimmst du ein Geldstück heraus und schiebst es von der linken Seite auf die rechte Seite. Am Abend sollten deine 5 Münzen alle auf der rechten Seite sein. So kannst du dich selbst trainieren deinen Gefühlen und Gedanken aufmerksamer gegenüber zu sein.

Sei nicht so streng mit dir selbst und verlier nicht deinen Fokus aus den Augen

 

MUT-vollen Grüße von

„Gestern kannst du nicht ändern. Heute schon“ Angélique Morio

 

 

 

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