In diesem Blog geht es darum, wie ich mir als Beraterin und Unternehmerin mein Leben selbst schwer gemacht habe und was ich heute anders mache.

Seit 18 Jahren bin ich Beraterin, Coach und arbeite auch oft für Unternehmen im Mittelstand. Die ersten 9 Jahre war ich in einer Unternehmensberatung angestellt und habe mich danach selbstständig gemacht. In dieser Zeit hatte ich Hochphasen und Tiefphasen. Bei manchen Tiefphasen habe ich mit meiner Nase viel Staub vom Boden eingesogen. Wenn du wie ich bist, der gut aus Fehlern von anderen lernen kann, wirst du von diesem Blog super profitieren.

 

1. Ich bin ich

Bei mir hat niemals gut funktioniert, wenn ich versucht habe, so zu sein, wie andere sind. Auch wenn ich gerne so gewesen wäre. Diese Lektion habe ich gelernt, als ich noch angestellt war. Als ich zum Principal (ranghöchster Consultant ohne Leitungsfunktion) ernannt wurde, wurde mein Aufgabengebiet um die Akquise von Aufträgen erweitert. Akquise war zu diesem Zeitpunkt etwas, das ich nicht kannte und konnte. Ich hatte schreckliche Angst, dass ich darin nicht gut genug bin und lag eines Abends heulend und verzweifelt im Bett. Mein Mann Roland hat mich in den Arm genommen und gesagt: „Dein Chef akquiriert, wie dein Chef akquiriert und du akquirierst, wie du akquirierst„.

In diesem Satz war alles drin, was ich gebraucht hatte. Ich habe danach überlegt, worin ich gut bin in der Zusammenarbeit mit Menschen und habe danach gehandelt: Ich schwätze niemals jemanden etwas auf, weil mir die persönliche Beziehung immer wichtiger ist wie der Auftrag! Deshalb habe ich immer den Nutzen für den Kunden in den Vordergrund gestellt und nie den Preis, den es den Kunden kostet. Ich habe nie versucht, etwas zu verkaufen, nur den Nutzen aufgezeigt. Diese Ehrlichkeit kam bei meinen Kunden früher gut an, wo ich noch angestellt war und kommt auch heute noch gut an. Wenn jemand mit mir arbeiten will, beauftragt er mich. Wenn nicht, dann geht er einfach zu jemanden anderen. Auch gut. Ich bin nicht für jeden der passende Deckel.

 

Fazit: Sei glaubwürdig – Menschen und Unternehmen suchen immer stärker das Echte!

 

2. Ich verlasse mich auf meine Intuition

Zu meiner starken Intuition zu stehen, war das schwierigste Unterfangen für mich. Tatsächlich bin ich eine Mischung aus Verstand und Intuition. Es war sehr schwer für mich zu akzeptieren, dass ich eine spirituelle Unternehmensberaterin bin. Denn Spiritualität und Verstand sind die beiden Enden einer Wippe. Ich nutze seit Jahren meine Intuition bei meinen Kunden, aber ich habe sie nach außen immer gut versteckt. Dabei habe ich gelernt, dass wir Menschen sind viel intuitiver wie wir annehmen. Die meisten Menschen haben wie ich diesen inneren Sensor und hören zu wenig darauf. Fast immer habe ich mich den letzten Jahren auf meine Intuition verlassen. Dort, wo ich es nicht getan habe, habe ich mich jedes Mal tierisch über mich selbst geärgert und mir die Frage gestellt, warum ich mein Kopf meine Intuition übersteuern durfte. Mein Ziel ist: 1.000 % auf meine Intuition oder mein höheres Selbst zu hören.

 

Fazit: Deine Intuition nimmt viel mehr Dinge wahr als dein Verstand. Höre bitte darauf!

 

3. Ich arbeite nach meinen Werten

Im Laufe der Jahre hatte ich so viele Webinare besucht, Newsletter abonniert und Bücher gelesen, dass mir schwindlig wurde. Ich war total verwirrt, kannte mich nicht mehr aus und habe die Klarheit verloren. Jeder wusste es noch besser und hatte die scheinbar noch bessere Idee oder noch mehr Wissen. Nur: Meine Leistung beim Kunden ist definitiv am Besten, wenn ich nicht Mainstream bin, sondern es auf meine persönliche Art und Weise mache. Und meine Leistung ist schlichtweg einzigartig wie bei jedem anderen auch. Alles was ich tue, richte ich danach aus, ob ich mir morgen auch ohne Scham in den Spiegel schauen kann. Ich bin keine Drückerkolonne für Umsatz oder Profit. Gerne verdiene ich Geld, aber der Nutzen ist mir viel wichtiger, weil das mein zweitwichtigster Wert ist. Ich arbeite nur noch mit Kunden, wo ich mein Wertesystem leben kann. Lieber verzichte ich auf den Umsatz.

Fazit: Lebe und handele nach deinem Wertesystem. Der Rest von selbst, weil du authentisch bist.

 

4. Ich arbeite nach meinen Stärken

Dieser Punkt fiel mir von Anfang an relativ leicht und habe gelernt, diesen zu vertiefen. Als ich noch angestellt war, haben wir Testverfahren über individuelle Stärken durchgeführt. Deshalb kannte ich meine Stärken schon ziemlich früh sehr gut. Ich bin ein sehr empathischer Mensch und brauche auch in Geschäftsbeziehungen den persönlichen Kontakt zu Menschen. Das ist mir schon immer ein Anliegen gewesen und eine meiner Stärken. Auch bei meinen Online-Kursen kümmere ich mich individuell um das Wohlergehen meiner Teilnehmer. Als sehr strategisch und zukunftsorientiert denkender Mensch wären archäologische Ausgrabungen kein Arbeitsfeld, wo ich persönlich meine individuellen Stärken leben könnte. Ich habe in den letzten Jahren gelernt, meine Produkte und Dienstleistungen so aufzubauen, dass sie meinen persönlichen Stärken entsprechen: Beziehungsfähigkeit, Strategie, Empathie, Höchstleistung und Zukunftsorientierung.

 

Fazit: Liebe und lebe dein Stärken. Das ist für dich und auch für alle anderen wesentlich besser!

 

5. Ich liefere mehr wie erwartet

Letztes Jahr wollte ein potentieller Kunde ein Angebot für eine zweitägige Teamveranstaltung. Er erklärte mir die Parameter für die Veranstaltung und sagte mir, dass ich im Pitch (also im Vergleich mit meinem Angebot mit anderen Dienstleistern) bin. In der Unternehmensberatung ist das ganz normal. Ich habe mein Angebot abgegeben und hatte den unterschriebenen Faxauftrag am nächsten Morgen in meinem Fax, was mich sehr überraschte. Ich rief bei dem Kunden an und klärte mit ihm die noch offenen Punkte für die gemeinsame Veranstaltung. Er fragte mich, ob ich wissen wollte, warum sich dieses Unternehmen so schnell für mich entschieden hat, was ich bejahte. Ich war die einzige Dienstleisterin, die einen kompletten Moderationsablauf für die beiden Tagen mitgeliefert hatte. Der Kunde hat eine genaue Vorstellung, wie ich in diesen zwei Tagen mit der Gruppe gestalten würde. Genau deshalb habe ich den Zuschlag bekommen. Mir persönlich war im Vorfeld in erster Linie wichtig, dass der Kunde eine klare Vorstellung  hat, wie zwei Tage Teamentwicklung mit mir aussehen könnten.

Mein Aufwand: 1,5 Stunden!

Fazit: Überrasche deine Kunden, deinen Chef oder deine Kollegen mit kleinen Extras in der Arbeit, es zahlt sich immer aus!

 

6. Ich lerne von denen, die es wirklich besser können

In den ersten Jahren meiner Selbstständigkeit habe ich mich daran orientiert, was andere machen. Dabei habe ich nicht gut unterschieden. Alle scheinbar erfolgreichen Menschen dienten mir als Vorbild. Das habe ich relativ schnell sein lassen. Das beste Investment, das ich immer gemacht habe, war in meine eigene Entwicklung. Ich habe mir die als Vorbild genommen, die es wirklich besser konnten als ich und auf der Leiter ein paar Sprossen über mir sind…

Eine gute Aus- oder Weiterbildung kostet Geld. Ich habe keinen Euro davon bereut.

 

Was sind deine Stärken? Ich freue deine Kommentare.

Angélique Morio

 

 

 

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